Bürgerversammlung Allensbach

Bürgermeister Stefan Friedrich kam kaum nach mit dem Händeschütteln beim Einlass in die Bodanrückhalle. Dekoriert mit Birkenzweigen und frischen Blumen, weißen Tischdecken und liebevoll gestalteten Plakaten wirkte die sonst nüchterne Turnhalle eher wie ein großes Wohnzimmer. Rund um eine kleine Bühne in der Mitte regten Informationstische und Stände der Agenda-21-Gruppen, des Kultur- und Verkehrsbüros, der Gemeinde und der STEG zum Dialog über ganz unterschiedliche Themen an.

Eine eher ungewöhnliche Anordnung für eine Bürgerversammlung: keine Reihenbestuhlung, keine langen Vorträge. Stattdessen hatten über 50 engagierte Personen aus den Agenda-21-Gruppen, der STEG und aus der Verwaltung bei der Vorbereitung mitgewirkt. Jeder thematische Stand hatte zum Ziel, zu informieren, Stimmungsbilder aus der Bevölkerung einzuholen und zur Mitarbeit in den Gruppen zu motivieren. Auf tausenden bunten Klebezetteln wurden Ideen und Meinungen zu den Themen Familie & Freizeit, Energie/Ressourcen/Klimaschutz, Gesundheit, Bürger-Treff, Verkehr, Kultur- und Tourismus, Seegartenbühne, zum Sanierungsgebiet und zur Zukunft des ‚Adler‘ festgehalten. Befragungen zu den Themen Kinderbetreuung und zum Stellenwert von Kultur und Tourismus wurden durchgeführt.
Der Allensbacher Gemeinderat gab den Auftrag zu dieser Veranstaltung. Zur inhaltlichen Vorbereitung wurde eine bunt gemischte Spurgruppe beauftragt, welche von translake begleitet wurde. Die Steuerung lag beim Entwicklungsbeirat, in dem neben dem Gemeinderat weitere sachkundige Bürger*innen mitwirken.

Die Mitarbeitenden von translake stehen jetzt vor der Aufgabe, die Fülle an Informationen zu dokumentieren und sinnvoll zu gliedern. Dabei werden wieder die Spurgruppe und der Entwicklungsbeirat miteinbezogen.
Zur Gliederung der vielen Ideen und Anregungen kann der bereits erarbeitete Nachhaltigkeitsbericht hilfreich sein. Bürgermeister Friedrich sagt aber schon während der Veranstaltung, dass sicher nicht jede Idee und jeder Wunsch auch gleich umgesetzt werden kann. Vielmehr werden die ganze Ideen jetzt dokumentiert, gegliedert und aufgearbeitet.

Im Herbst sollen die Ergebnisse dann in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats präsentiert werden. Dieser wird dann mit den Ergebnissen weiterarbeiten und sicher einiges auch umsetzen können. Zur Vorstellung der Ergebnisse werden die Beteiligten, aber auch die Bevölkerung wieder eingeladen werden - der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Herbst werden die Ergebnisse des Bürgerdialogs dem Gemeinderat vorgestellt. Dazu ist dann auch wieder die Bevölkerung eingeladen.

Zurück