Bürgerwerkstatt zur gemeinsamen Dorfentwicklung Egg

Am Samstag, den 8. Juli trafen sich Bürger*innen auf der Egger Wiese, um gemeinsam die Zukunft Eggs bis 2030 mitzugestalten. translake bereitete den Tag in Zusammenarbeit mit der Egger Bürgergemeinschaft e.V. vor. Die Veranstaltung wurde von Sophia Carlucci und Wolfgang Himmel (translake) moderiert. 

Der Tag war bestimmt von Vorträgen und Diskussionen mit den Egger Einwohnern. Dr. Thomas Wöhler von der Universität Konstanz berichtete über die Bürgerbefragung und setzte die Ergebnisse von Egg in die Perspektive der Stadt als Ganzes. Ganz grob kann man sagen, die Egger sind mit ihrem Leben zufrieden, aber mit der Ortsinfrastruktur nicht. Daraus zu schlussfolgern, dass es keine Infrastruktur braucht, wäre aber vielleicht etwas zynisch.

Auf Frau Julia Wandt, Pressesprecherin der Universität, prasselten viele Fragen ein. Die Universitätsveranstaltungen sind oftmals mit Lärm und wildem Parken verbunden, woran sich etliche Anwohner stoßen. Die Universität macht den Konstanzern aber auch viele Angebote, z.B. wenn es um die Nutzung der Sportanlagen geht.

Am späten Nachmittag, kurz vor dem Unwettern, war das Thema die Ortsentwicklung. Frau Bettina Nocke (Stadtplanerin) ermunterte die Egger, sich in die Planungsprozesse einzubringen und ermutigte sie, dass eine engagierte Bürgerschaft viel erreichen kann. Karl-Ulrich Schaible vom Vorstand des BUND referierte über das Spannungsverhältnis von Lebensraum für Menschen und Sorge für die Umwelt. Die Stadtplanerin und Psychologin Frau Nicole Conrad beleuchtete, wie die Bebauung auf die Menschen wirkt. Treffpunkte im Ort, an denen man sich spontan Treffen kann, seien für das Zusammenleben von entscheidender Bedeutung. Hier könne der Egger Dorf- und Spielplatz noch besser ausgestattet werden.

Die Veranstaltung wurde gesponsert von der Stiftung Integrationskultur, die sich im letzten Jahr gegründet hat. Herr Philipp Kratschmer erläuterte auch die Ziele der Stiftung und warum eine Initiative wie die Egg 2030 in das Förderschema passt. Bürgerliches Engagement ist ein wichtiger Kitt für unsere Gesellschaft, betonte auch Martin Schröpel, der Bürgerbeauftragte der Stadt Konstanz.

translake blickt auf eine ergebnisreiche Veranstaltung zurück und freut sich über den zukünftigen Prozess.

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