Spielplatzwerkstatt Gottmadingen

Spielen fordert Kreativität, Bewegung, Phantasie und Perspektivenwechsel - und das in jedem Alter! Genau deshalb müssen bei einer Spielplatzgestaltung alle Beteiligten einbezogen werden. In der Gemeinde Gottmadingen fand am 11. März eine von translake durchgeführte Bürgerwerkstatt statt. Ziel der Gemeinde ist es, die vorhandenen neun Spielplätze auf sechs zu reduzieren und die verbliebenen Plätze aufzuwerten. Die Entscheidung der Anwesenden darüber, welche erhalten sollen und welche nicht, dient als Empfehlung für den Gemeinderat. Zusätzlich wurden allgemeine Anforderungen an Spielplätze aus der Sicht von insgesamt acht Nutzergruppen gesammelt. In der Kinderwerkstatt konnten die anwesenden Kinder ihren Wunsch-Spielplatz malen und basteln. Außerdem wurden bei der Besichtigung von zwei Spielplätzen Ideen und Anregungen von ihnen gesammelt.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde abgefragt woher die Anwesenden kommen. So konnte erkannt werden, welche Ortsteile wie stark vertreten waren und durch welche geografischen Einflüsse das Ergebnis zustande kam. Glücklicherweise war jeder Ortsteil vertreten.

Im Anschluss folgten Inputvorträge von Herrn Steinbrenner (Bauamt Gottmadingen) und Herrn Fregin (beauftragter Landschaftsarchitekt). Einen Überblick über das Vorgehen nach der Spielplatzwerkstatt gab Herr Steinbrenner: Die Dokumentation der Ergebnisse werde Herrn Fregin als Grundlage für einen ersten Spielplatz-Entwurf übergeben. Im Herbst dieses Jahres werde es eine Bauwerkstatt geben, bei der Details des ersten Spielplatzes besprochen werden, welcher Anfang 2018 gebaut werden soll.   Herr Fregin ging in seiner Präsentation zuerst auf die Bedeutung ein, die das ‚Spielen‘ für Menschen aller Altersgruppen hat. Auf Spielplätzen könne man sich bewegen, die Perspektiven wechseln, die Kreativität ausleben, forschen, beobachten, entdecken und staunen. Zudem stellte er seine Bestandsaufnahme der Spielplätze in Gottmadingen vor. Anhand der Kriterien „Rollenspiele“, „Sinne/Natur“, „Bewegung“ und „Zielgruppe“ wurden zwei Spielplätze als schlecht, drei als mittel und vier als gut befunden. Als „gut“ befundene Plätze seien in gutem baulichen Zustand, haben einen idealen Standort und seien pädagogisch wertvoll. Außerdem stellte er die Einwohnerstruktur der Gemeinde vor.

Alle neun Spielplätze waren auf Plakaten gedruckt und an die Wand gepinnt. Ein Bild des Spielplatzes und der dazugehörige Standort halfen sich an den Platz zu erinnern. Die Teilnehmenden bekamen sechs Klebepunkte, die sie frei auf die Plakate verteilen konnten. Ziel war es, eine Akzeptanz für die Schließung von drei Spielplätzen zu schaffen und eine Tendenz zu erkennen, welche Spielplätze eine hohe bzw. nicht so hohe Bedeutung haben. Zusätzlich konnten die Teilnehmenden eine Begründung für ihre Punktevergabe abgeben.

In der darauffolgenden Gruppenarbeit wurden generelle Anforderungen an Spielplätze aus verschiedenen Sichtweisen betrachtet. Die Anwesenden versetzten sich in die Nutzergruppen "Anwohner*innen", "Kinder (3-10 Jahre)", "Eltern", "Bürger*innen", "Senior*innen", "Bauhof und Naturschutz", "Gemeinde Gottmadingen" und "Jugendliche (11-18 Jahre)" und bearbeiteten das vorbereitete  Arbeitsblatt aus der jeweiligen Sicht.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde auf das Motto-Plakat „Spielplatz der Ideen“ hingewiesen. Hierauf sollten die Teilnehmenden Vorschläge für ein spielplatzübergreifendes Motto / Thema und andere Ideen notieren. Viele kreative Einfälle wurden zu Papier gebracht.

Die in der Kinderwerkstatt gemalten und gebastelten Spielplätze werden ebenfalls dem Landschaftsarchitekten für den ersten Entwurf übergeben. Im Anschluss daran wurden die Spielplätze Täschen und Höhenfreibad mit den Kindern besucht. Hierbei wurden folgende Wünsche / Lieblingsspielzeuge in Bezug auf Spielplätze genannt:

  • Insel, Sand, Wasser
  • Lokomotive
  • Klettern/Verstecken können
  • Burg
  • Alles, was kracht macht

Lesen Sie auch mehr dazu in diesem Artikel oder in der Dokumentation der Spielplatzwerkstatt.

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